24. März 2017

Eheleben #2 - gemeinsame Mahlzeiten


Eheleben oder auch Familienleben findet immer in einer Balance aus gemeinsamen und getrennten Aktivitäten statt. Eine tägliche Konstante der gemeinsamen Aktivitäten sind bei uns die Mahlzeiten.

Für mich sind gemeinsame Mahlzeiten am Esstisch selbstverständlich. Ich bin damit aufgewachsen, kenne es nicht anders und kann es mir auch gar nicht anders vorstellen. Anscheinend gilt das aber nicht für alle Paare. Es gibt Paare, da isst jeder für sich oder das Essen findet vorm laufenden Fernseher statt. Dabei sind gemeinsame Mahlzeiten mehr als nur die Nahrungsaufnahme. Das beginnt schon beim Zubereiten oder Kochen. Letzteres machen wir als Paar auch nicht allzu häufig zusammen, aber wenn dann finde ich es immer sehr schön. Wahrscheinlich auch deshalb, weil ich ja sonst meist alleine koche und zusammen macht eben alles mehr Spaß.

Essen ist Zeit für Kommunikation

Aber jetzt zurück an den Esstisch. Die Mahlzeiten bieten eine Möglichkeit zusammenzukommen und sich zu unterhalten. Jeder kommt zu Wort erzählt von seinem Tag oder was ihn gerade beschäftigt. Im sonstigen Alltagsgewusel ist das ernsthafte Reden deutlich schwieriger und je größer die Familie umso wichtiger wird es.

Essen ist Genuss

Mit einem hübsch dekorierten oder gedeckten Tisch wird das unterstrichen und das Essen wertgeschätzt. Und dafür ist vor allem die Frau zuständig. Also merkt euch das Mädels: ihr könnt die Esskultur in eurer Familie entscheidend beeinflussen. Inspiriert durch Esstischbilder auf Instagram bin ich jetzt zum Beispiel auch unter die Obstmandala-Macher gegangen (siehe Titelbild). Da hat man doch gleich doppelt so viel Lust Obst zu essen.

Essen ist wertvoll

In vielen christlichen Haushalten gibt es ein Essensgebet. Bevor alle gemeinsam mit Essen anfangen wird für das Essen gedankt. Diese Idee des Dankens und kurzen Besinnens wo das Essen herkommt, ist durchaus auch für Nichtchristen ein Ansatz für achtsameren Umgang mit Essen. Außerdem macht dieser Startschuss den gemeinsamen Start beim Essen leichter. Eine Sitte, die wir in Kanada kennen und schätzen gelernt haben, hätte ich auch sehr gerne hierzulande. Nach dem Essen bedanken sich alle bei dem, der gekocht hat und dieser antwortet mit einem „You are welcome!“ was ich frei übersetzen würde mit: Es war mir eine Freude! Die Wertschätzung gegenüber den Nahrungsmitteln und dem, der sie liebevoll zubereitet, fehlt mir hierzulande manchmal.

Jetzt habe ich ja viel von mir erzählt, mich würde aber auch interessieren wie es bei euch beim Thema Mahlzeiten aussieht? Esst ihr zusammen wann immer es geht? Wird der Tisch hübsch gemacht? Ich freue mich über eure Kommentare.

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