26. Februar 2017

Eheleben #1: Verzicht auf Fernsehen - mehr Zeit für das Miteinander


Gestern hatte ich euch die neue Artikelreihe 'Eheleben' angekündigt. Heute gibt es den ersten Beitrag der Reihe mit dem Thema Fernsehverzicht. Seit Anfang Dezember schauen wir nicht mehr fern. Wie wir darauf kamen und wie es uns damit ergeht erfahrt ihr im Artikel.

Es ist so einfach und scheinbar entspannend: Man kommt nach der Arbeit nach Hause oder hat gerade etwas Leerlauf und schaltet die Flimmerkiste an. Einmal davor gehockt, kommt man so schnell nicht wieder davon los. Bei mir hatte sich auch die schlechte Angewohnheit eingeschlichen nebenbei also neben Wäsche legen, Nähen oder sogar schreiben, den Fernseher laufen zu lassen. Wenn mein Mann dann nach Hause kam, war er vom Fernseher immer wie paralysiert obwohl er ja eigentlich gar nicht schauen wollte. Anfang Dezember kam dann von meinem Mann ziemlich spontan und inspiriert von einem Youtube-Video die Idee, dass wir den Fernseher ausgeschaltet lassen. Ich hatte absolut nichts dagegen, also gesagt getan. Wirklich schwer ist es mir nur ganz selten gefallen. Einmal habe ich ihn im Dezember abends alleine beim Wäsche legen angemacht. Aber das war wirklich das einzige Mal.

Bisher ist unsere Bilanz nur positiv. Zuerst ist es schon eine Umstellung und man muss sich Gedanken über alternative Beschäftigungen machen. Aber es gibt viele Dinge, die ich schon ewig mal machen wollte und nun endlich in Angriff genommen habe, zum Beispiel das Babyalbum schreiben oder verschiedene Ecken in der Wohnung aufräumen. Ein schöner Nebeneffekt: in kürzerer Zeit schaffe ich auch mehr für den Blog. Die Abende zu zweit verbringen wir seitdem oft mit dem Vorlesen von Büchern, gemeinsamen Spielen und reden. 

Nicht mehr fernsehen bezieht sich bei uns übrigens nur auf das angebotene Fernsehprogramm. Wie schauen trotzdem noch Filme oder Youtube-Videos. Der Unterschied besteht darin, dass man nicht passiv dem aktuellen Fernsehprogramm unterworfen ist, wo man nehmen muss was gerade kommt und dann noch mit viel zwischengeschalteter Werbung rechnen muss. Stattdessen suchen wir uns aktiv Videos, die wir wirklich sehen möchten. 

Der weiterführende Schritt ist wenigstens in Gegenwart unserer Tochter auf jegliche Bildschirme ob Computer, Tablet oder Smartphone, zu verzichten. Ich gebe zu, das fällt mir doch sehr schwer und gelingt mir kaum, auch wenn ich versuche Dinge am Rechner während dem Mittagsschlaf oder abends zu erledigen. Bei uns sind elektronische Geräte auf jeden Fall bei den gemeinsamen Mahlzeiten verbannt. Gemeinsame Mahlzeiten wird übrigens das Thema des nächsten Eheleben-Artikels sein.

Was haltet ihr vom Verzicht auf Fernsehen? Würde euch das sehr schwer fallen? Die vorösterliche Fastenzeit beginnt übrigens am 1. März. Wie wäre es mit 40 Tagen ohne Fernsehen? Probiert es doch einfach mal aus.

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Kommentare:

  1. Danke für diesen tollen Artikel!

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    1. Es freut mich wenn er dir gefällt! Danke für die positiver Rückmeldung=)

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